Eisbaden – was bedeutet das?
Eisbaden, das heißt das kurze Baden in kaltem Wasser. Personen, die Eisbaden praktizieren, haben spezielle Bezeichnungen – in Polen nennt man sie "Morsas", in Finnland "Robben" und in den USA "Eisbären". Eisbaden hat eine lange Tradition. Die ersten Hinweise auf kalte Bäder stammen bereits aus der Antike. Eisbaden kann allgemein als das Eintauchen oder kurzes Baden in kaltem Wasser definiert werden. Als solches gilt Wasser mit einer Temperatur unter 5 °C. Eisbaden kann im See, im Fluss, im Meer oder in jedem anderen Gewässer von Herbst bis Frühling durchgeführt werden. Es wird allein praktiziert, obwohl Eisbaden in der Gruppe sehr beliebt ist. Die meisten Anhänger dieser Aktivität stammen aus den nordischen Ländern und Osteuropa.
Vorteile des Eisbades
Natürliche Unterstützung des Immunsystems
- Abhärtung des Körpers und Erhöhung der Kältetoleranz,
- Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit,
- mögliche Verbesserung bestimmter Blutparameter, z. B. Anstieg der Hämoglobinkonzentration,
- mögliche Erhöhung der Immunantwort bei Infektionen (Eisbaden wird während einer Infektion jedoch nicht empfohlen),
- Schutz vor schädlichen Auswirkungen freier Radikale,
- Beschleunigung der Regeneration nach Anstrengung,
- Verbesserung des Wohlbefindens.
Ist Eisbaden sicher?
Wenn wir die Regeln einhalten, ist Eisbaden eine sichere Form der körperlichen Aktivität. Vor allem müssen wir Wissen haben und uns der Risiken bewusst sein, die wir eingehen. Ein zu langes Verweilen im eiskalten Wasser kann zu Unterkühlung führen. Dies ist ein Zustand, bei dem die Körpertemperatur unter 35 Grad Celsius sinkt. Das erste Symptom ist Muskelzittern, worauf ein Bewusstseinsverlust folgen kann, der wiederum zum Ertrinken führen kann. Deshalb wird vom Eisbaden in Einzelperson abgeraten.
Eine weitere Gefahr, die auftreten kann, ist der Kälteschock. In dem Moment, in dem wir ins eiskalte Wasser eintauchen, kommt es zu einem Krampf der atmunterstützenden Muskeln. Dies kann zu einer Hyperventilation führen, die wir nicht kontrollieren können, was letztendlich zu Verschlucken und Tod führen kann. Eisbaden ist sehr gefährlich für Menschen mit Herzinsuffizienz, da kaltes Wasser eine Zentralisation der Durchblutung bewirkt, was zu einer übermäßigen Belastung des Herzens führt.
Eisbaden – für wen ist es nicht geeignet?
Gegenanzeigen zum Eisbaden
Eisbaden, obwohl es viele Vorteile für den Körper bietet, ist nicht für jeden geeignet. Der Beginn einer solchen Aktivität sollte mit einem Arzt besprochen werden. Nur nach einer genauen Gesundheitsbewertung durch einen Facharzt kann bestimmt werden, ob das Baden in kaltem Wasser vollständig sicher ist. Gegenanzeigen bestehen vor allem bei kardiologischen Erkrankungen wie:
- koronare Herzkrankheit (auch als koronare Herzkrankheit bezeichnet),
- Herzmuskelhypertrophie,
- Long-QT-Syndrom,
- ungeregulierter Bluthochdruck,
- Zustand nach Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Eisbaden ist keine gute Idee bei: Schilddrüsenunterfunktion, Epilepsie, Nierenerkrankungen. Es ist kontraindiziert für Personen mit akuten Infektionskrankheiten oder Erkrankungen, die mit Unverträglichkeit gegenüber niedrigen Temperaturen einhergehen (z. B. das sogenannte Raynaud-Syndrom). Eisbaden ist während der Schwangerschaft und bei Fieberzuständen ausgeschlossen. Das Baden im Wasser sollte nicht nach Alkoholkonsum, bei großer Erschöpfung oder Schlafmangel erfolgen.